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Der Sklave Aisopos
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Äsop= Aisopos ist griechischer Fabeldichter aus dem 6. jhr.
über seine fabeln:
die fabeln sind unterhaltsame geschichten, vom ernst des lebens ablenkende texte, die sich menschen in allen kulturen erzählten u. erzählen ließen.
das interesse vom hörer u. erzähler wird an den kurz pointierten u. witzigen geschichten durch das hinzufügen von moral u. praktischen lebensweisheiten nicht geschmälert.
dem hörer wird eine "gute Fabel" durch die überraschende pointe (dem wichtigsten effekt) belohnt.
die fabeln besitzen nicht immer eine moral.
sie lehrt oft rücksichtslose wahrnehmung, rache oder die nutzung günstiger gelegenheiten.
schadenfreude wird ohne schlechtes gewissen u. schuldbewusstsein dargestellt.
oder dient sie nur dem menschen auf den rechten weg zu führen?
fabeln sind ein spiegelbild der menschlichen bedürfnisse u. befindlichkeiten.
sie nimmt den menschen eben wie er ist.
phaedrus-(röm.-Autor) definierte einmal die zweifach-wirkung einer fabel u. schrieb dazu; fabeln bringen zum lachen u. vermitteln lebensklugheit u. selbst, wenn jemand kritik an einer fabel äußert, weil bäume sprechen bedenke er, das wir nur mit erfundenen geschichten scherzen.
die geschichten erheben aber immer einen gewissen wahrheitsanspruch, sie ist fiktive erzählung, die die wahrheit abbildet.
die fabeln sollen niemanden bloßstellen sondern das leben als solches u. die verhaltensweisen der menschen darstellen.

über äsop:
die legende verhindert eine zuverlässige rekonstruktion seiner person.
das wenige was man über ihn weiß;
äsop lebt zur zeit des königs amasis (664-525 v.chr.).
er war sklave des iadmon von samos.
äsop habe die fabeln unter seinem namen geschrieben, u. in der bibliothek des königs kroisos hinterlassen.

äsop wurde der in delphi ermordet(laut Herodot) oder zu unrecht getötet wurde (laut Plutarch) wegen vermeidlichen tempeldiebstahls (laut aristophanes).
nach aristoteles war äsop thrakier.
die historisch-äsop-biographische tatsache wird durch den mantel des legendenhaften erzählguts überdeckt.
300 v.chr. erstellte demetrios von phaleron eine sammlung der "äsopischen fabeln" zusammen.
die uns zugängliche sammlung ist erst viel später entstanden.

wieder einmal ein buch aus der alten bibliothek der welt
für leser ohne vorkenntnisse geeignet.
positiv zu erwähnen sei noch , das die 231 fabeln im anhang sehr gut erkärt werden.

viel spaß beim lesen

für kinder verweise ich auf das buch: aesop-12 fabeln, von hans gärtner u. lisbeth zwerger aus dem neugebauer verlag.
Eine Rezension von Dierk Willrodt "eleanor rigby" > Kiel
vom 12. Juni 2005
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